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GGF-Vergütungsstrategie: Gehalt, Tantieme & bAV im Zusammenspiel

Wie strukturierst du Gehalt, Tantieme und bAV optimal und sparst dabei massiv Steuern?

Das klassische Dilemma: Zu viel Gehalt macht dich arm

Du schaust auf deine Gewinn- und Verlustrechnung und denkst: 'Ich verdiene ja gut!' Aber wenn du dann dein Netto-Gehalt anschaust, ist die Begeisterung vorbei. Du zahlst Einkommensteuer, Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer (wenn zutreffend) und Sozialversicherungsbeiträge. Der Grenzsteuersatz kann leicht bei 50% liegen. Das bedeutet: Von jedem zusätzlichen Euro Gehalt behältst du weniger als 50 Cent.

Viele GGF verstehen nicht: Es ist nicht klug, sich von der GmbH maximal Gehalt zu zahlen. Je mehr Gehalt, desto mehr Steuern. Die bessere Frage ist: Wie strukturiere ich meine Vergütung so, dass ich minimale Steuerlast habe, aber maximale Netto-Einnahme?

Die Komponenten: Gehalt, Tantieme, bAV und Sachbezüge

Eine intelligente Vergütung hat mehrere Komponenten. Erstens: Gehalt. Das sollte realistisch, aber nicht maximal sein. Realistisch bedeutet: So viel, dass dein Finanzamt es akzeptiert (keine verdeckte Gewinnausschüttung). Das ist üblicherweise 50-60% des GmbH-Gewinns. Zu viel Gehalt reduziert die Gewinne, auf die du Körperschaftsteuer zahlst - aber das ist oft nicht optimal.

Zweitens: Tantieme. Das ist eine variable Vergütung, die an den Erfolg gebunden ist. Der Vorteil: Tantiemen sind Betriebsausgaben (sparen dir Körperschaftsteuer), aber für dich ist die Steuerbehandlung nicht anders als Gehalt. Der echte Vorteil ist psychologisch - du bindest deine Vergütung an Leistung, nicht nur an das Schreiben von Gehalt.

bAV als Geheimwaffe der Steuersparnis

Die intelligente GGF zahlt sich kein extremes Gehalt, sondern nutzt bAV. Wenn du statt 20.000 Euro monatlich Gehalt nur 15.000 Euro nimmst und 5.000 Euro in bAV steckst, zahlst du weniger Einkommensteuer (auf das niedrigere Gehalt) und sparst Körperschaftsteuer (bAV ist Betriebsausgabe). Das ist die Geheimwaffe.

Die Mathematik: 60.000 Euro bAV-Einzahlung spart dir etwa 25.000 Euro Steuern in dieser Jahr. Diese 25.000 Euro in Gehalt zu verdienen würde dich 12.500 Euro zusätzliche Einkommensteuer kosten. Das ist ein Unterschied von über 12.000 Euro - nur durch Strukturierung.

Sachbezüge: Der kleine, unterschätzte Hebel

Sachbezüge sind oft unterschätzt. Wenn die GmbH dein Handy zahlt (50 Euro/Monat), dein Fitnessstudio (80 Euro/Monat) oder dein Weiterbildungen - alles das sind Betriebsausgaben für die GmbH, aber Steuer-Einkünfte für dich (unter bestimmten Grenzen steuerfrei). Das sind kleine Summen, aber sie addieren sich. 2.000-3.000 Euro pro Jahr sind durch Sachbezüge ohne großen Aufwand möglich.

Die ideale Vergütungs-Kombination

Hier ist ein Beispiel-Model für einen GGF mit 400.000 Euro GmbH-Gewinn: Gehalt 120.000 Euro (30% des Gewinns), bAV 60.000 Euro (15%), Tantieme 40.000 Euro (10%), Sachbezüge 3.000 Euro (1%). Das ist insgesamt 223.000 Euro Entnahme, bei minimaler Steuerbelastung. Die restlichen 177.000 Euro Gewinn bleiben in der GmbH für Rücklagen, Investitionen oder Ausschüttungen (dann mit Körperschaftsteuer).

Das Risiko: Zu wenig Gehalt kann fragwürdig werden

Aber vorsicht: Wenn dein Gehalt im Vergleich zu ähnlichen Position in anderen Unternehmen zu gering ist, kann das Finanzamt nachfragen. Du brauchst eine betriebswirtschaftliche Begründung für deine Struktur. Das ist nicht unmöglich - aber es braucht Dokumentation. Ein guter Steuerberater sollte genau das tun.

Deine Vermögensstrategie als GGF verdient einen Experten-Check.

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