Die verdeckte Gewinnausschüttung (vGA) ist der größte Feind jeder GGF-Versorgung. Wird die Pensionszusage als vGA eingestuft, drohen massive Steuernachzahlungen — auf Ebene der GmbH und auf deiner persönlichen Ebene. Hier sind die zehn häufigsten Auslöser.
1. Fehlender Gesellschafterbeschluss
Jede Versorgungszusage an einen GGF braucht einen wirksamen Gesellschafterbeschluss. Fehlt er, ist die gesamte Zusage als vGA zu qualifizieren. Das Finanzamt ist hier gnadenlos.
2. Überversorgung (über 75-Prozent-Grenze)
Wenn die Gesamtversorgung 75 Prozent des letzten Aktivgehalts übersteigt, liegt eine Überversorgung vor. Der überschießende Teil wird als vGA behandelt.
3. Fehlendes Dienstverhältnis (Probezeit)
In den ersten zwei bis drei Jahren nach Aufnahme der Tätigkeit sollte keine Zusage erteilt werden. Andernfalls fehlt ein ernsthaftes Dienstverhältnis.
4. Verletzung der Erdienbarkeit
Die 10-Jahres-Frist muss eingehalten werden. Wird die Zusage zu spät erteilt, erkennt das Finanzamt sie nicht an.
5. Entgeltumwandlung als beherrschender GGF
Ein beherrschender GGF, der auf Gehalt verzichtet und es in die bAV einzahlt, riskiert eine vGA. Der Grund: Ein fremder Dritter hätte eher eine Gehaltserhöhung gefordert.
6. Unangemessene Höhe der Zusage
Die Zusage muss dem Fremdvergleich standhalten. Eine GmbH mit 100.000 Euro Gewinn, die ihrem GGF eine Rente von 5.000 Euro monatlich zusagt, wird Probleme bekommen.
7. Keine schriftliche Fixierung vor Leistungsbeginn
Die Zusage muss schriftlich erteilt sein — bevor die erste Leistung fließt. Nachträgliche Formalisierungen werden nicht akzeptiert.
8. Pension und Gehalt zusammen über 75 Prozent
Wenn der GGF neben der Pension weiterarbeitet und Gehalt bezieht, dürfen Pension plus Gehalt zusammen nicht unangemessen hoch sein.
9. Nur-Pensionszusage ohne angemessenes Gehalt
Eine Pensionszusage bei einem viel zu niedrigen Grundgehalt ist verdächtig. Das Gesamtpaket muss stimmen.
10. Rückwirkende Änderungen
Nachträgliche Erhöhungen oder Änderungen der Zusage ohne neuen Gesellschafterbeschluss sind ein klassischer vGA-Auslöser.
Folgen einer vGA
Auf GmbH-Ebene: Die vGA wird dem Gewinn zugerechnet. Körperschaftssteuer plus Gewerbesteuer plus Soli werden nachträglich fällig. Auf GGF-Ebene: Die vGA wird als Kapitaleinkünfte besteuert (25 Prozent Abgeltungssteuer oder Teileinkünfteverfahren). Zusammen kann die Steuerbelastung über 50 Prozent des Zusagewerts betragen.
Fazit: vGA-Prävention ist Pflicht
Jeder der zehn Fallstricke ist vermeidbar — wenn du von Anfang an mit einem bAV-Spezialisten arbeitest. Die Kosten für professionelle Beratung sind ein Bruchteil der Kosten einer vGA.
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