Die zwei mächtigsten Durchführungswege für Gesellschafter-Geschäftsführer sind die Pensionszusage und die Unterstützungskasse. Beide haben keine Beitragsobergrenze, beide bieten vollen Betriebsausgabenabzug. Aber die Unterschiede im Detail sind erheblich — und für deine Entscheidung entscheidend.
Die Pensionszusage im Überblick
Bei der Pensionszusage (Direktzusage) verspricht deine GmbH dir direkt eine Rente. In der Bilanz werden Pensionsrückstellungen gebildet, die den Gewinn mindern. Das Kapital bleibt in der GmbH — du profitierst vom Bilanzeffekt und vom Liquiditätsvorteil.
Vorteile: Sofortige Steuerersparnis durch Rückstellungen. Keine Beitragsobergrenze. Maximale Flexibilität bei der Gestaltung. Liquidität bleibt in der GmbH.
Nachteile: Insolvenzrisiko (kein PSVaG für beherrschende GGF). Bilanzielle Belastung durch wachsende Rückstellungen. Komplex in der Verwaltung. Problematisch bei GmbH-Verkauf.
Die Unterstützungskasse im Überblick
Die Unterstützungskasse ist ein externer Versorgungsträger. Deine GmbH zahlt Beiträge an die Kasse, die das Kapital anlegt und im Rentenalter die Leistungen erbringt. Das Kapital verlässt die GmbH-Bilanz.
Vorteile: Insolvenzschutz (Kapital ist aus der GmbH ausgelagert). Keine Beitragsobergrenze. Beiträge sind voll als Betriebsausgabe absetzbar. Einfacher bei GmbH-Verkauf.
Nachteile: Kein Bilanzeffekt (Rückstellungen fallen in der GmbH-Bilanz nicht an). Liquiditätsabfluss (Beiträge verlassen die GmbH). Weniger Flexibilität bei Leistungsanpassungen.
Der direkte Vergleich
Steuerersparnis
Pensionszusage: Sofort, durch Rückstellungsbildung. Die Steuerersparnis entsteht, sobald die Zusage erteilt wird — unabhängig davon, ob tatsächlich Geld fließt. Unterstützungskasse: Erst bei Beitragszahlung. Die Steuerersparnis ist an den tatsächlichen Mittelabfluss gekoppelt.
Insolvenzschutz
Pensionszusage: Nur mit Rückdeckungsversicherung und Verpfändung. Ohne diese Maßnahmen ist die Zusage im Insolvenzfall wertlos. Unterstützungskasse: Deutlich besser — das Kapital ist bei der Kasse und nicht in der Insolvenzmasse der GmbH.
Flexibilität
Pensionszusage: Hoch. Du bestimmst Rentenhöhe, Rentenalter, Hinterbliebenenleistungen und Anpassungsmechanismen individuell. Unterstützungskasse: Eingeschränkter. Die Leistungen richten sich nach dem Tarif der Kasse. Individuelle Anpassungen sind möglich, aber weniger flexibel.
GmbH-Verkauf
Pensionszusage: Problematisch. Der Käufer muss die Rückstellungen übernehmen oder die Zusage wird abgefunden. Das kann den Kaufpreis drücken. Unterstützungskasse: Einfacher. Die Beiträge laufen weiter oder werden eingestellt — die bestehenden Anwartschaften bleiben beim Träger.
Bilanzwirkung
Pensionszusage: Rückstellungen belasten die Passivseite der Bilanz. Bei steigenden Rückstellungen sinkt das bilanzielle Eigenkapital — das kann die Bonität beeinflussen. Unterstützungskasse: Keine Bilanzbelastung. Die Beiträge sind Aufwand, aber es entstehen keine langfristigen Verbindlichkeiten in der Bilanz.
Unsere Empfehlung: Kombinieren statt wählen
In der Praxis empfehlen wir GGF häufig eine Kombination beider Durchführungswege:
Pensionszusage für den Bilanzeffekt: Ein Teil der Versorgung läuft über die Pensionszusage — für die sofortige Steuerersparnis und den Liquiditätsvorteil.
Unterstützungskasse für den Insolvenzschutz: Der andere Teil wird in eine Unterstützungskasse ausgelagert — für maximale Sicherheit.
So bekommst du das Beste aus beiden Welten: Steueroptimierung und Sicherheit. Die genaue Aufteilung hängt von deiner individuellen Situation ab — Gewinn der GmbH, gewünschte Rentenhöhe, Risikobereitschaft.
Fazit: Die Kombination macht's
Beide Durchführungswege haben ihre Stärken und Schwächen. Die Pensionszusage punktet bei Steuerersparnis und Flexibilität, die Unterstützungskasse bei Insolvenzschutz und Bilanzwirkung. Eine intelligente Kombination maximiert deine Vorteile und minimiert deine Risiken.
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