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Krankenversicherungsbeitrag auf die Betriebsrente: Die versteckte Abgabe

Betriebsrente + Krankenversicherung = Doppelbelastung. Welche Kosten entstehen? Wie sparst du Geld?

Die Bombe unter deiner Betriebsrente: KV-Beiträge

Seit 2024 zahlst du auf deine Betriebsrente vollständig Kranken- und Pflegeversicherung. Das ist eine Regel, die kaum bekannt ist, aber enorm wichtig. Es ist nicht eine Steuer, aber es fühlt sich wie eine Konfiszierung an.

Eine Betriebsrente von 500 Euro kostet dich ca. 72,50 Euro monatlich nur für Krankenversicherung (14,5 Prozent Satz). Das sind 870 Euro pro Jahr — das ist fast wie eine Steuernachzahlung, die dich überrascht.

Wie wird das berechnet?

Die Krankenversicherung berechnet die Beitragszahlung so: Deine Betriebsrente wird als 'Einnahmen' behandelt. Darauf zahlst du den vollen Satz der Krankenkasse (derzeit 14,5 Prozent) plus Zuschlag für deine spezifische Krankenkasse (meist 0,5-1,5 Prozent). Zusätzlich kommt der Pflegeversicherungsbeitrag (3,4 Prozent, oder 3,9 Prozent ohne Kinder).

Das ergibt zusammen 18-20 Prozent, die du abgeben musst. Das ist nicht marginalisierbar, das ist echtes Geld.

Der Unterschied zur gesetzlichen Rente

Hier ist das Unfaire: Bei der gesetzlichen Rente zahlst du nur 7,3 Prozent Krankenversicherungsbeitrag (die Hälfte wird getragen). Bei der Betriebsrente zahlst du den vollen Satz wie ein Arbeitnehmer. Das ist ein enormer Unterschied.

Beispiel: Rente 2.000 Euro monatlich. Gesetzliche Rente: 146 Euro KV-Beitrag. Betriebsrente: 290 Euro KV-Beitrag. Das ist doppelt so viel, nur weil es eine bAV ist. Das ist ungerecht, aber das ist die Regel.

Die Rentenversicherungs-Ausnahme

Ein Detail: Du zahlst keine Rentenversicherungsbeiträge auf die Betriebsrente. Das ist eine kleine Erleichterung, aber nicht viel. Die meisten Menschen sind ohnehin aus der Rentenpflicht raus im Alter.

Strategien zur Minimierung

Option 1: Familienversicherung. Wenn dein Ehepartner Beamter oder selbstständig ist, kann eine Familienversicherung günstiger sein. Das ist aber nicht für jeden möglich. Option 2: Wechsel zur privaten Krankenversicherung. Das ist aber riskant, weil du im Alter schwer rauskommst.

Option 3: Kleinere Betriebsrente ist manchmal besser als größere. Ja, du hörst richtig — wenn deine Betriebsrente über bestimmte Grenzen wächst, kann es sinnvoll sein, sie nicht weiter zu sparen, um die Krankenversicherung zu sparen. Das ist kontraintuitiv, aber mathematisch manchmal korrekt.

Die psychologische Seite: Du zahlst doppelt

Das ist das Kernproblem: Du hast in der Entgeltumwandlung Steuern gespart. Im Alter zahlst du nicht nur Steuern zurück, sondern auch Krankenversicherung — plus Pflegeversicherung. Das ist nicht fair, aber es ist so.

Fallstrick: Zu frühe Rente

Wenn du deine Betriebsrente zu früh bekommst (vor deinem Renteneintritt), zahlst du Krankenversicherungsbeiträge doppelt: auf die Betriebsrente UND auf die Rente. Das kann sehr teuer werden. Deshalb sollte die Betriebsrente synchron mit der Regelaltersgrenze auszahlt werden — nicht früher.

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