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Direktversicherung vs. Unterstützungskasse: Der große Vergleich

Direktversicherung oder Unterstützungskasse? Der detaillierte Vergleich für GGF und Besserverdiener: Steuer, Kosten, Insolvenzschutz, Rendite.

Direktversicherung oder Unterstützungskasse? Diese Frage stellen sich viele GGF und Besserverdiener. Beide Durchführungswege haben ihre Stärken — aber auch klare Grenzen. In diesem Artikel vergleiche ich sie Punkt für Punkt, damit du die richtige Entscheidung triffst.

Beitragsobergrenze

Direktversicherung: 338 Euro monatlich steuerfrei (2026). Darüber hinaus wird es steuerlich unattraktiv.

Unterstützungskasse: Keine Obergrenze. Du kannst so viel einzahlen, wie die 75-Prozent-Grenze erlaubt. Bei einem GGF-Gehalt von 150.000 Euro sind das schnell 2.000 bis 3.000 Euro monatlich.

Ergebnis: Klarer Vorteil Unterstützungskasse für alle, die mehr als 338 Euro investieren wollen.

Steuerlicher Effekt

Direktversicherung: Sofortige Steuerersparnis auf den umgewandelten Betrag. Bei 338 Euro monatlich und 30 Prozent Steuersatz spart die GmbH circa 1.100 Euro jährlich.

Unterstützungskasse: Sofortige Steuerersparnis auf den gesamten Beitrag. Bei 2.000 Euro monatlich spart die GmbH circa 7.200 Euro jährlich.

Ergebnis: Gleicher Mechanismus, aber die Unterstützungskasse skaliert unbegrenzt.

Insolvenzschutz

Direktversicherung: Der Versicherungsvertrag gehört wirtschaftlich dem Arbeitnehmer. Im Insolvenzfall der GmbH ist er geschützt.

Unterstützungskasse: Das Kapital liegt bei der Kasse, nicht bei der GmbH. Ebenfalls guter Insolvenzschutz — aber Achtung: Der PSVaG sichert beherrschende GGF bei beiden Wegen nicht ab.

Ergebnis: Beide bieten guten Insolvenzschutz — die Direktversicherung minimal besser (weil der Vertrag direkt dem Versicherten zugeordnet ist).

Produktkosten

Direktversicherung: Oft hohe Provisionskosten (1,5 bis 2,5 Prozent jährlich). Nettotarife sind verfügbar, aber weniger bekannt.

Unterstützungskasse: Kosten hängen von der Rückdeckungsversicherung ab. Gleiche Produkte, gleiche Kostenstruktur. Aber: Da die Beiträge höher sind, fallen die absoluten Kosten auch höher aus.

Ergebnis: Unentschieden — in beiden Fällen gilt: Nettotarife bevorzugen.

Verwaltungsaufwand

Direktversicherung: Minimal. Vertrag abschließen, Beiträge zahlen, fertig.

Unterstützungskasse: Höher. Die Kasse muss verwaltet werden, Zuwendungsbestätigungen erstellt werden, und die steuerliche Dokumentation ist aufwendiger.

Ergebnis: Vorteil Direktversicherung bei der Einfachheit.

Unsere Empfehlung

Nicht entweder-oder, sondern beides. Die optimale Strategie für GGF:

Schritt 1: Direktversicherung mit dem steuerfreien Höchstbeitrag von 338 Euro — als einfache, gut geschützte Basis.

Schritt 2: Unterstützungskasse für alles, was darüber hinausgeht — ohne Beitragslimit und mit vollem Steuerabzug.

Diese Kombination nutzt die Stärken beider Wege und minimiert die Schwächen. Das Ergebnis: Maximale Versorgung bei maximaler Steuerersparnis.

Welcher Durchführungsweg passt zu dir? Finde es heraus.

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