Das Dilemma der Teilzeitbeschäftigten
Wenn du Teilzeit arbeitet (z.B. 30 Stunden statt 40), ist dein Brutto kleiner. Eine Entgeltumwandlung von 200 Euro ist dann 15 Prozent deines Gehalts, nicht 5 Prozent. Das ist ein viel größerer Anteil und riskanter. Das ist das erste Problem.
Das zweite Problem: Dein zukünftiges Einkommen wird noch kleiner. Teilzeitbeschäftigte verdienen oft nicht nur weniger Stunden, sondern haben auch kleinere Stundensätze. Die bAV kann diesen Unterschied nicht ausgleichen — das ist Realität.
Solltest du als Teilzeitbeschäftigte überhaupt sparen?
Das ist eine berechtigte Frage. Wenn du weißt, dass du nur 30 Stunden verdienst und das ist dein Leben, solltest du dann wirklich Gehalt für Altersvorsorge geben? Vielleicht brauchst du das Geld jetzt mehr als später.
Besonders kritisch ist das, wenn du Teilzeit bist, weil du Familie versorgst oder Pflege gibst. Dann ist dein verfügbares Einkommen sehr klein, und sparen ist ein Luxus, den du dir nicht leisten kannst.
Der Arbeitgeberzuschuss ist wichtiger als bei Vollzeit
Hier ist der Unterschied: Wenn dein Chef 15 Prozent Zuschuss zahlt und du 200 Euro sparst, bekommst du 30 Euro vom Chef. Das sind 30 Euro netto, die du sonst nicht hättest. Bei einem Teilzeitgehalt kann das mehr wiegen als bei Vollzeitjob.
Das ist der einzige gute Grund für Teilzeitbeschäftigte zu sparen: Der Arbeitgeberzuschuss ist echtes Geld, und das ist wichtiger bei kleinerem Gehalt.
Das Risiko: Teilzeitstelle ist oft instabil
Teilzeitstellen sind oft nicht stabil. Du wechselst den Job öfter, oder dein Chef reduziert die Stunden. Wenn deine bAV an die Stundenzahl gebunden ist (was es gibt, aber selten), oder wenn du die Stellen wechselst, verlierst du Kontinuität. Das ist ein Risiko, das Vollzeitbeschäftigte nicht haben.
Die Rechnung: Ist 200 Euro wirklich sinnvoll?
Rechnen wir durch: Du verdienst 2.000 Euro brutto im Monat (Teilzeit). Du sparest 200 Euro, dein Chef zahlt 3,50 Euro Zuschuss. Du sparst ca. 70 Euro Steuern und Sozialversicherung. Zusammen hast du also 273,50 Euro in der bAV pro Monat — für 200 Euro Verzicht auf dein Nettoeinkommen.
Das ist eine 36-prozentige Rendite im ersten Jahr. Aber: Im Alter zahlst du Steuern und Krankenversicherung auf diese 273,50 Euro. Die Rechnung wird weniger gut. Trotzdem könnte es sich rechnen.
Fallstrick: Minijob-Status und Versicherung
Wenn du knapp über der Minijob-Grenze verdienst und Teilzeit arbeitet, musst du aufpassen. Manche Teilzeitstellen sind versichert, manche nicht. Wenn deine Stelle nicht versichert ist (keine Sozialversicherung), dann ist eine bAV deine einzige Altersvorsorge — und das ist unsicher.
Praktische Empfehlung für Teilzeitbeschäftigte
Wenn dein Chef großzügig zuschießt (über 15 Prozent), lohnt sich sparen auch als Teilzeitbeschäftigte. Wenn nicht, und wenn dein verfügbares Einkommen klein ist: Vielleicht brauchst du das Geld jetzt mehr als im Alter. Das ist respektabel und nicht falsch.
Deine bAV verdient einen unabhängigen Check.
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