Die Option, die viele kennen und verstehen: Einfach stoppen
Das ist die einfachste Lösung: Du sagst deinem Chef 'Ich will nicht mehr sparen' und stellst die Entgeltumwandlung ein. Dein Gehalt geht wieder hoch, dein Guthaben bleibt stehen und wächst nicht mehr. Das ist beitragsfrei stellen — die bAV schläft ein, aber stirbt nicht.
Das ist legal, möglich und oft eine sinnvolle Strategie. Du kriegst dein volles Gehalt zurück, die alte Betriebsrente bleibt dir (wenn sie unverrfallbar ist), und du sparst dich nicht arm.
Warum würdest du das tun?
Hauptgrund: Lebensumstände ändern sich. Du brauchst das Geld jetzt mehr. Vielleicht hast du Kredite abzuzahlen, oder dein Leben ändert sich. Das ist legitim. Wenn du statt 250 Euro Entgeltumwandlung dein volles Gehalt hast, sind das ca. 200 Euro netto mehr — nicht zu verachten.
Zweiter Grund: Du merkst, dass die bAV sich nicht rechnet. Vielleicht ist dein Arbeitgeber nicht nur minimales Zuschuss zahlte oder die Rentierlichkeit ist schlecht. Dann ergibt Weitersparen wenig Sinn.
Was passiert mit deinem Guthaben?
Das ist wichtig zu verstehen: Dein bereits aufgebautes Guthaben bleibt erhalten. Es wird nicht konfisziert, nicht gekürzt, nicht gelöscht. Es wächst aber auch nicht mehr (wenn du keine Beiträge zahlst). Es sitzt da, bis du 62-65 Jahre alt bist und es rauszieht.
Es sei denn, dein Betrieb zahlte freiwillige Zuschüsse, die nicht an die Entgeltumwandlung gebunden waren. Dann könnte dein Chef sagen: 'Du sparst nicht mehr, also zahle ich auch nicht mehr.' Das ist möglich, aber nicht Standard.
Die Inflation-Fallstrick: Dein Geld wird weniger wert
Hier ist der echte Preis: Wenn dein Guthaben nicht mehr wächst, sinkt es real (durch Inflation). Was heute 50.000 Euro sind, ist in 15 Jahren vielleicht nur noch 35.000 Euro wert. Das ist kein Verlust auf dem Papier, aber ein echter Kaufkraftverlust.
Wenn du die Entgeltumwandlung statt dessen in einen ETF sparst, könnte dein Geld mit der Inflation wachsen. Das ist ein wichtiger Punkt: Stille bAV = negative Realrendite, wenn Inflation da ist.
Solltest du weitermachen oder beitragsfrei stellen?
Das hängt ab: Wenn dein Arbeitgeber großzügig zuschießt und die Rentierlichkeit stimmt, weitermachen. Wenn nicht: Beitragsfrei stellen ist oft die bessere Wahl. Du rettest dein bisheriges Guthaben, ohne dich weiter arm zu sparen. Das ist pragmatisch.
Ein Detail: Die Beitragszahlung durch den Arbeitgeber
Wenn du beitragsfrei stellst und dein Arbeitgeber eine freiwillige Beitragszahlung leistet (seltener Fall), kann die Rente weiter wachsen. Das ist das beste Szenario: Dein Gehalt ist voll, die bAV wächst trotzdem. Aber das ist nicht der Standard — frag nach, ob es möglich ist.
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